Jaipur – Höhen und Tiefen

Nach einer langen Busfahrt in unserem Schlafbus haben wir auch spät Abends endlich Jaipur erreicht. Für nur 20 Rupees konnten wir die restliche Strecke mit dem TukTuk zu unserem Hotel fahren. Nach unserem kleinen Flopp was unsere Unterkunft in Delhi anging, waren wir mehr als überrascht, als wir in unser neues Zimmer gebracht wurden. Wunderschön und modern eingerichtet. Die nächsten paar Tage würden gut werden!

Unser Frühstück war auch etwas besonderes. Wir sind es zwar nicht gewohnt schon so früh morgens, so scharf zu essen, aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall.

Wir versuchten uns ein wenig in der Stadt zurecht zu finden, doch das war etwas schwieriger als erwartet. Es war natürlich wieder mal die HÖLLE los und bis wir endlich die wenigen Bauten erreicht hatten, die wir unbedingt besichtigen wollten, waren unsere Nerven auch schon wieder am Ende. Schließlich standen wir vor dem Windpalast und dachten uns nur: ja wow. Und jetzt? Also nicht so spektakulär, wie wir uns das erhofft hatten. Es war jedoch auch das erste mal, dass wir 2 junge Touristen durch die Gegend laufen sahen. Wir waren also nicht die Einzigen in diesem ganzen Chaos. Jetzt ist erstmal Mittagessen angesagt.

Um den Tag jedoch nicht so enden zu lassen, beschlossen wir noch in den Monkey Tempel zu fahren. Dort angekommen wurden wir schon von sehr vielen kleinen Affen, ein paar Schweinen und auch Kühen begrüßt. Die waren aber nicht die einzigen, denn natürlich kamen gleich tausend Inder auf uns zugelaufen. Wir ließen uns eine Packung Nüsse für die Affen andrehen und machten uns auf den Weg, den Tempel zu besichtigen. Neben mir tauchte ein Inder auf fragt uns, wo wir herkamen und wie unsere Namen seien etc. Als nächstes nahm er uns die gerade gekauften Nüsse ab, mit der Begründung wir werden angegriffen, wenn wir sie in der Hand behalten würden. Ja vielen Dank dafür. Nach einer Weile merkten wir, dass er uns wahrscheinlich nicht mehr von der Seite weichen würde und bestimmt ein Guide ist, der uns jetzt alles zeigen möchte. Okay von mir aus.

Auf halbem Wege bleiben wir stehen, denn ein Mann sprang uns entgegen und legte uns auf einmal eine Kobra um den Hals. Okaaaay HILFE ?! Das einzige was jedoch gesagt wurde war take a picture take a picture no problem don’t be afraid! Das taten wir (Marius hatte wirklich Todesangst und hat sich mehrmals dagegen gewehrt), aber als wir uns bedankten und weiter gehen wollten, fingen wir uns nur beleidigte Blicke ein und er rief uns hinterher, ob wir denn nicht bezahlen wollen würden. Wir gaben ihm etwas Geld, doch damit gab er sich offensichtlich nicht zufrieden. Er meinte nur: 100 Rupees! Bitte was ? Das sahen wir mal überhaupt nicht ein, denn wir hatten schließlich nicht einmal darum gebeten eine verdammte Kobra um den Hals gelegt zu bekommen. Schon etwas genervt gingen wir dann einfach weiter.

Marius kurz vorm Heulen😂😂

Weiter ging’s. In Windeseile marschierten wir durch diesen Tempel, einfach nur da unser offensichtlicher Guide (nach dem wir auch nicht gefragt hatte ) uns durch die Gegend hetzte, wie als ob in 5 Minuten die Welt untergehen würde. Come here. Go Go. Lets go. Come on. Up here. Boa war das anstrengend. Mir blieb nicht eine Sekunde, um überhaupt mal etwas zu genießen. Gerade so, dass ich überhaupt mal ein paar Bilder machen konnte.

Es war wirklich wunderschön. Ich hätte am liebsten den ganzen Tag dort verbracht und die Aussicht genossen, doch in der Eile mit diesem nervigen Guide, sank meine Laune wirklich drastisch. Wir beschlossen uns nicht mehr die andere Seite des Tempels anzuschauen und umzudrehen. Sofort sagte der Guide, dass wir ihn nun bezahlen könnten. Okay. Etwas Trinkgeld wollten wir ihm eh geben, aber gefragt nach ihm haben wir schließlich auch nicht. Wir drückten ihm 200 Rupees in die Hand und er schaute uns entsetzt an. Er wurde richtig sauer. Dann ging’s los. Wir durften uns anhören, dass jeder Tourist normalerweise 700 Rupees bezahlt wenn nicht sogar mehr und dass 200 überhaupt nicht in Ordnung wären bla bla. Da ging also die nächste Diskussion los. Richtig angepisst dackelte der Typ mit und wieder Richtung Ausgang und verabschiedete sich nicht einmal. Ja vielen Dank auch.

Der Tag war jedoch immer noch nicht vorbei, also schauten wir auf der Karte was es denn noch so in der Umgebung zu entdecken gibt. Ein riesiges Fort, dass wir eigentlich zum Sonnenaufgang betrachten wollten, stand noch auf unserer Liste. Also fuhren wir noch dort hin.

Tatsächlich trafen wir auf dem Weg nach oben, die beiden Touristen, die wir schon in der Stadt gesehen haben. Zufälle gibts! Wie sich rausstellte, waren sie auch Deutsche und wir unterhielten uns den ganzen Weg nach oben ins Fort. Auch von dort hatte man wieder eine wunderschöne Aussicht. Es war wirklich atemberaubend. Und diesmal auch ohne Guide. Wir genossen den Sonnenuntergang und freuten uns, dass wir am nächsten Tag nach Jaisalmer fahren würden. Vielleicht wird es dort ja etwas ruhiger ?

Demnächst: Jaisalmer

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