Australien-Roadtrip, von Perth bis nach Exmouth

Mein erstes Mal Zugfahren in Australien. Um 10 Uhr vormittags hieß es für mich und den anderen Wwoofer Noel Abschied nehmen von der Kamelfarm und ab nach Perth. Wir kauften uns für ein paar Dollar ein Ticket und nach ein paar komischen Unterhaltungen mit etwas eigenartigen Menschen, kamen wir in der Stadt an. Mit all unserem Gepäck machten wir uns auf die Suche nach dem Verleih, an dem wir unseren Campervan abholen würden. Ein bisschen Papierkram, einige Checks am Auto und siehe da: Wir hatten unser Zuhause für die nächsten 2 Wochen. Knapp 900$ kostete uns die Miete, wir hatten aber alles was wir brauchten. Küchenequipment, Bettwäsche, Putzzeug und sogar einen Tisch und 2 Stühle haben wir bekommen. Knapp 400$ hatte uns allein die Versicherung gekostet, aber bei einem über 20 Jahre alten Wagen mit mehr als 500.000 Kilometern war das evtl. eine ganz gute Investition. Naja wir werden sehen.

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Auf geehts
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Unser Campervan
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Es kann losgehen!

Voller Vorfreude stiegen wir in das Auto und fuhren erstmal ein paar Supermärkte an, um einige Erledigungen zu machen. Ein Autoadapter für die Handys, ein paar Gasflaschen für den kleinen Gaskocher, jede Menge Nudeln und Reis mit Soßen aus dem Glas, Toast, Wraps, etwas Gemüse, etc. So sah unsere Einkaufsliste aus. Gott sei Dank ist Coles ein sehr günstiges Geschäft, so dass wir mit ca. 60$ erstmal alles für die nächsten 4 Tage hatten, was wir brauchten.  Der Tag neigte sich auch schon langsam dem Ende zu, also gingen wir noch schnell eine Pizza für 5$ bei Dominos essen und danach suchten wir einen Schlafplatz etwas außerhalb der Stadt.

 

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5$ Pizza bei Dominos

Eine einfache, jedoch relativ große Parkbucht an der Straße sah ganz gut aus. Wir wurden gleich mal begrüßt von ein paar Kängurus und alles war gut, bis zu dem Zeitpunkt als wir wenden wollten. Auf einmal kamen wir nämlich keinen Zentimeter mehr voran. Ich stieg aus und traute meinen Augen kaum. Unser Campervan war in den paar Zentimeter Sand, die dort auf dem Boden lagen, stecken geblieben. Ich musste total anfangen zu lachen, wir waren noch nicht mal eine Stunde unterwegs und schon hatten wir das erste Problem. Naja sogar relativ großes Problem, denn der Reifen auf der anderen Seite steckte schon zur Hälfte im Sand. Ich fing immer mehr an zu lachen, weil ich es einfach so lustig fand, doch Noel, dem war gar nicht zum Lachen zumute. Total verzweifelt ging er seine Runden um das Auto und wir überlegten uns ein paar Dinge, wie wir hier rauskommen würden, doch im Endeffekt war klar: Wir stecken fest. Joa, ein 4WD hätte jetzt was. Naja also hieß es schon am ersten Abend bei fremden Leuten am Wohnmobil klopfen und um Hilfe bitten. Ein netter älterer Herr hat dann eine halbe Stunde später unseren Van doch noch durch einfaches Hin- & Herfahren aus dem Sand gerettet.

 

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Hallo kleines Känguru 🙂
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Darf ich vorstellen? Mein durchgeknallter Wwoofer Kumpel 😀
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Geschafft! Das erste Mal unseren Schlafplatz aufgebaut. 

Am nächsten Tag lagen 2 Stationen vor uns. Lancelin Desert und die Pinnacles. In dem kleinen Ort Lacelin gab es nämlich in Mitten der Natur auf einmal eine kleine Wüste. Schneeweißer Sand und ein paar Hundert Meter weiter gleich das Meer und auf der anderen Seite jede Menge grüne Pflanzen. Aber mitten drin eine kleine Wüste. Es war ein unglaublicher Anblick. Wer Lust hat kann sich sogar ein paar Boards ausleihen und damit die Sandberge runterbrettern. Ich wollte natürliche einige Bilder machen, stellte mein Stativ mit der Kamera auf, schaltete auf Selbstauslöser und ging ein paar Schritte nach vorne, bis ich einen heftigen Aufschlag hörte. Ich drehte mich um und sah meine Kamera samt Stativ auf dem Boden liegen. Der starke Wind hatte einfach beides umgeweht. Ich dachte mir nur so Ach mist, ging zurück, hob sie auf und traute meinen Augen nicht. Laut sagte ich nur: Nein, Nein, Nein, Nein, Nein, Nein, Nein, Nein, Nein,…. Noel schaute mich schon verwirrt an und ich zeigte ihm, dass mein ganzer Bildschirm der Kamera gesprungen war. Klar, Gott sei Dank nur der Bildschirm und nicht die Linse, aber trotzdem ziemlich ärgerlich. Sand kann auch ganz schön hart sein.

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Ohje ohje
Lancelin Desert (1 von 21)
Eines meiner absoluten Highlights

Lancelin Desert (7 von 21)Lancelin Desert (12 von 21)Lancelin Desert (14 von 21)

 

Nächster Halt: Pinnacles. 13$ kostet der Eintritt für ein Auto in den Nationalpark. Wer möchte kann mit seinem Auto die ganze Gegend erkunden, wir jedoch waren seit dem Vorfall am ersten Tag etwas übervorsichtig und beschlossen lieber zu Fuß zu gehen. Es war schon ein toller Anblick wie all diese Steine in der Wüste aus dem Boden ragten, doch nach ca. einer Stunde durch die Gegend laufen denkt man sich nur noch: Ja ok, sind halt Steine. Ich empfehle jedem, der die Pinnacles sehen möchte, unbedingt bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang den Nationalpark zu besuchen, denn dann ist das Licht wunderschön und die Steine werfen tolle Schatten. Wir genossen noch eine Zeit lang die Ruhe und den Ausblick, bis auf einmal viele Busse voller Touristen ankamen und da entschieden wir, weiterzuziehen. Jetzt ging es für uns zum Jurien Bay.

Pinnacles (2 von 7)Pinnacles (3 von 7)Pinnacles (4 von 7)Pinnacles (6 von 7)

Wir packten unseren Gaskocher aus und wollten Butter Chicken kochen. Nachdem wir aber ne halbe Stunde später noch nicht mal das Hühnchen zum Bruzeln gebracht hatten, verzweifelten wir langsam. Der Wind war einfach viel zu stark und unser Gaskocher fest im Van verschraubt, also hatten wir nur diese eine Möglichkeit. Wir parkten sogar um, damit der Wind nicht mehr direkt auf uns zuwehte, doch er drehte alle zwei Sekunden und kam gefühlt von überall. Mit Tüchern und unseren eigenen Körpern versuchten wir so viel Windschutz wie möglich aufzubauen und ja ca. 2 Stunden später hatten wir dann endlich unser Abendessen. Ich machte noch etwas Sport im Sonnenuntergang und ging dann wie der letzte Penner an einer kleinen eiskalten Dusche am Strand duschen. Es war wirklich wahnsinnig kalt, aber wenigstens war ich wieder sauber. Da es langsam schon dunkel war, wurde es allgemein immer und immer kälter und der Wind hatte auch noch nicht nachgelassen. Wir legten uns mit tausend Schichten Klamotten in unseren Van und dachten drüber nach, ob wir uns einen Tee kochen sollten. Vorteil: Wenn wir das Wasser irgendwann zum Kochen bringen würden, hätten wir ein heißes Getränk, das uns wärmen würde. Nachteil: Wenn wir rausgehen, um uns überhaupt erstmal heißes Wasser zu kochen, würde uns noch viel kälter werden und die restliche Wärme im Van würde auch durch den offenen Kofferraum entweichen. Na super. Also wendern weiter frieren, oder noch mehr frieren um evtl. später ein heißes Getränk zu haben. Ist ungefähr so als würde man in Deutschland sitzen und frieren, aber dann an die Arktis fahren, nur um dort einen warmen Tee zu trinken. Eindeutig für scheiße befunden. Unser typischer Satz für solche Situationen. Wir konnten nicht mehr vor Lachen haha.

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Unser Butter Chicken. Sieht wahnsinnig appetitlich aus. 

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Meine eiskalte Dusche.
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Mein neuer Lieblings-Camping-Becher!

Jurien Bay (1 von 1)

 

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Ja auch in Australien wird es mal eiskalt.
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Versuchen zu kochen hahaha

Spätestens dann, wenn einen wirklich alle Leute mit ihren Winterjacken dumm anschauen, merkt man, dass man grade was ziemlich Außergewöhnliches oder auch Dummes macht. Ich stand wieder einmal mit Bikini unter der eiskalten Dusche bei schon wirklich kalten Temperaturen und starkem Wind. Ein älterer Herr ging sogar zu Noel und sagt Ich friere total und hier gehen Mädchen im Bikini duschen. Tja das bin ich haha. Gott sei Dank habe ich nicht wirklich ein Problem mit kaltem Wasser, aber mit der Weile fingen meine Ohren dann doch an zu schmerzen. 3 Rentner sprachen mich an, ob mir nicht kalt wäre und eine Frau kam sogar extra zu mir um zu sagen, dass einige Straßen weiter auch warme Duschen seien haha. Für uns ging es jetzt auf jeden Fall mal nach Geraldton.

 

Geraldton (1 von 7)Geraldton (2 von 7)Geraldton (3 von 7)Geraldton (4 von 7)Geraldton (5 von 7)Geraldton (6 von 7)Geraldton (7 von 7)

Dort angekommen, hieß es erstmal wieder einkaufen gehen. Ganze 2 Stunden haben wir in einem Supermarkt verbracht, einfach weil ich nicht akzeptieren wollte, dass Nudeln & Reis das einzige ist was wir auf unserem Roadtrip essen könnten. Doch nach einiger Zeit hab auch ich begriffen, dass wir mit einem Gaskocher einfach nicht weit kommen und schließlich haben wir wieder Nudeln und Reis gekauft. Als ganz besonderes Essen, haben wir uns auch mal Pfannkuchen gemacht. Aber mit der Mücken- und Mottenplage Australiens, war das nicht ganz so einfach. Am Ende hatten wir dann Mottenpfannkuchen. Unendlich viele von den kleinen Viechern flogen in unseren Teig und in die Pfanne. Wir gaben es auf und probierten es am nächsten Tag nochmal. Die Mottenpfannkuchen schmiss Noel einfach ins Gebüsch und wir lockten damit einen Kater an, wir waren total erstaunt woher dieses Tier so mitten im Outback eigentlich herkam. Ihm hat er auf jeden Fall geschmeckt und unsere Mülltüten hat er auch noch durchforscht. In der ersten Sekunde hat er mich wirklich zu Tode erschreckt da im Dunkeln mitten im Outback. Naja weiter im Text.

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Pfannkuchen in der Nacht? Versuch gescheitert.
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Am nächsten Tag hat es aber dann funktioniert!

Wir hatten also wieder nur Reis und Nudeln gekauft. An dem Nachmittag gab es dann aber wenigstens mal Wraps, die wir am Strand versuchten irgendwie zusammenzubauen, denn der Wind war einfach viel zu stark und gefühlt alles flog uns davon. Der Gaskocher hätte da sowieso nicht funktioniert. Wir genossen noch die restliche Zeit und machten uns dann auf den Weg, um einen Schlafplatz zu finden. Wir fuhren wieder stundenlang verlassene Straßen entlang und irgendwann fanden wir eine Rest Area mitten im Nirgendwo. Zig Kilometer um uns herum war gar nichts, nur Natur. Das Allerbeste daran: Lagerfeuer waren erlaubt und keine Menschen. Leider änderte sich das in den nächsten Stunden, aber die 2 Autos die in unserer Nähe standen, bemerkte man irgendwann sowieso nichtmehr. Wir gingen jede Menge Holz sammeln, kochten uns Nudeln mit Pesto zum Abend und richteten schonmal das Bett her. Das Feuer hatten wir schnell anbekommen und ich konnte gar nicht fassen, wie gut es mir in dem Moment ging. Wir saßen dort mitten in der Wildnis West Australiens, fast ohne andere Menschen, mit einem wunderschönen Lagerfeuer, einem geilen Campervan und einem Sternenhimmel, der besser nicht hätte sein können. Ich glaube so klar habe ich die Sterne in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Als ich müde wurde, legte ich mich schonmal in den Van und schaute dem Feuer durch den offenen Kofferraum zu, wie es langsam runterbrannte. Eins meiner absoluten Highlights auf meiner ganzen Reise seit 3 Monaten.

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Tolle Klopapierrolle nicht wahr?

Lagerfeuer Camping (4 von 6)Lagerfeuer Camping (5 von 6)

Shell Beach, Monkey Mia und ein Nationalpark standen nun auf dem Plan. Wir fuhren viele, viele Stunden und irgendwann kamen wir an dem wunderschönen Muschelstrand an. Es war wirklich mal etwas Besonderes und das Wasser war kristallklar. Auch wurde es Gott sei Dank wieder wärmer, da wir uns ja weiter im Norden von Australien befanden. Also endlich wieder baden gehen!

Shellbeach (1 von 4)Shellbeach (2 von 4)Shellbeach (4 von 4)

Monkey Mia war jedoch leider eine komplette Enttäuschung, denn wir kamen erst ca. um 16 Uhr an, man hätte Tageseintritte bezahlen müssen und schlafen konnten wir dort auch nirgends. Lohnte sich also für uns nicht. Außerdem war alles drumherum nur Baustelle, auch nicht so verlockend. Also sind wir umsonst viele Kilometer dorthin gefahren, aber so sieht man wenigstens was von der Landschaft. Niemals die Laune verderben lassen!

Den Nationalpark hatten wir dann natürlich auch gestrichen, da es wirklich nirgends einen kostenlosen Platz gab, an dem wir schlafen konnten und so beschlossen wir einfach noch weiter zu fahren. Bezahlen geht klar, wenn man dann wenigstens fließendes Wasser und eine Toilette zur Verfügung gestellt bekommen würde, aber nur für einen Stellplatz? War uns zu doof. Langsam wurde es jedoch schon dunkel und unsere Versicherung fürs Auto galt nur am Tag und wir wollten eigentlich kein Risiko eingehen. Aber man hat nicht viel Auswahl wenn Kilometer lang nichts kommt. Ich entdeckte eine kleine Einfahrt, die zu einem Aussichtspunkt führte und es standen nirgends Schilder, dass Camping hier nicht erlaubt sei. Wahrscheinlich war es nicht erlaubt, aber solange es nirgends steht. Also hatten wir einen unglaublich tollen Platz zum Schlafen gefunden.

Highway & Aussicht Camping (1 von 8)Highway & Aussicht Camping (2 von 8)Highway & Aussicht Camping (3 von 8)Highway & Aussicht Camping (4 von 8)Highway & Aussicht Camping (5 von 8)Highway & Aussicht Camping (6 von 8)Highway & Aussicht Camping (7 von 8)Highway & Aussicht Camping (8 von 8)

Ein großes Problem bei solch einem Roadtrip und Sparfüchsen wie uns, Hygiene. Ja das hört sich etwas schräg an und das ist es auch. Wir wollten gerne in der Natur schlafen, unsere Ruhe haben und nicht in mitten von hundert anderen Wohnmobilen stehen. Ja gut, aber wo duscht man dann? Richtig, nirgends. Nach meiner eiskalten Dusche am Jurien Bay, hatten wir keine öffentlichen Duschen mehr gefunden und die Campingplätze in der Nähe waren mehr als teuer. Um mich wenigstens irgendwie besser zu fühlen, bin ich ins Meer gegangen und hab mir eingeredet, dass ich jetzt sauberer wäre. War nur schwer zu glauben, wenn man überall wegen dem Salzwasser klebt. Aber Gott sei Dank haben wir nur einen Tag später wieder Duschen gefunden.

Shark Bay und die berühmten Blowholes waren unsere nächsten Ziele. Vor allem die Blowholes waren wahnsinnig beeindruckend. Noel stand die ganze Zeit davor und hat gespannt auf den nächsten Schwung Wasser gewartet, wie ein kleines glückliches Kind. Mit Selbstauslöser haben wir dann versucht ein Bild von uns zusammen mit den Blowholes im Hintergrund zu machen. Relativ schwer, das zeitlich gut genug einzuschätzen, aber mit etwas Glück hat die Kamera dann doch noch im richtigen Moment ausgelöst.

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Es ging für uns immer und immer weiter in Richtung Norden, Coral Bay war wunderschön jedoch komplett überfüllt. Verständlich, denn die Strände und die Korallen Riffe waren atemberaubend. Duschen, einen überteuerten Supermarkt und Stellplätze gab es auch. Doch die Preise, puh. Schon schlimm genug, dass Australien eh schon so teuer ist, aber wenn man mal bedenkt, dass dieser Supermarkt der Einzige in einer Reichweite von ca. 200 Kilometern ist, kann man sich auch vorstellen, wie teuer die Produkte waren. Also kauften wir uns nur noch etwas Alufolie und einen Schäler für die Kartoffeln zum Abendessen. Wir fuhren weiter und hielten wieder irgendwo im Nirgendwo, sammelten Holz, machten ein Lagerfeuer und kochten wahnsinnig leckeres Chili con Carne. Die Kartoffeln wurden in Alufolie gewickelt und ins Feuer geworfen. Gott hab ich das vermisst.

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Sehr beruhigend wenn man mitten im Outback ist, sowieso nie irgendwo Netz hat und das nächste öffentliche Telefon nur 95km entfernt ist 
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Chili mit Kartoffeln frisch aus dem Feuer! Ich liebe es.
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Etwas fertig. Aber nur ein bisschen.

Ein paar hundert Kilometer weiter kamen wir schließlich in Exmouth an. Ich dachte wir würden jetzt endlich wieder auf etwas Zivilisation stoßen, doch da hatte ich mich geirrt. Es war wie ausgestorben. Viel zu sehen gab es leider auch nicht. Naja, aber der weite Weg hatte sich wenigstens für Noel gelohnt. Denn Exmouth war sein größtes Ziel des ganzen Roadtrips. Warum? Wegen den Walhaien. Denn das ist der Einzige Grund, warum die Menschen hier her kommen. Schnorcheln mit den Walhaien. Wir buchten uns für diese Nacht einen Stellplatz auf einem Campingplatz, haben all unsere Klamotten gewaschen, sehr gut gekocht, für unsere Verhältnisse der letzten 1 ½ Wochen relativ nobel geduscht und alle Akkus unserer Geräte aufgeladen. Am nächsten Morgen ging es für Noel ziemlich früh los, ich jedoch blieb auf dem Campingplatz und genoss meinen Tag am Pool. Warum ich nicht mit gegangen bin? Über 500$ war mir einfach für kurzes Schnorcheln zu teuer. Ich legte meine Hoffnung einfach auf meine Taucherkarriere, dass ich damit irgendwann einmal Walhaie sehen würde.

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Unser letzter Stopp war der Karinjini-Nationalpark. Dieser hatte die verschiedensten Wanderwege und wundervolle Natur zu bieten. Klettern an glitschigen Steinwänden entlang und schwimmen durch eiskaltes Wasser und das war noch nicht alles. Wir wollten unbedingt zu einem Wasserfall und nach einem kleinen Spaziergang und ein paar steilen Abhängen, sind wir dort angekommen, wo angeblich ein großer Wasserfall sein sollte. Naja, da war nichts weiter als ein kleines Rinnsal, denn wir waren anscheinend nicht zur richtigen Zeit gekommen. Doofe Trockenzeit. Ich und Noel lachten uns einfach nur schlapp und machten uns wieder auf den Weg zurück zu unserem Van.

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Wo ist der Wasserfall?

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Vom Karinjini-Nationalpark ging es nun also 1432km zurück nach Perth. Wir besuchten noch mal unsere Wwoofer-Familie auf der Kamelfarm und gingen noch einmal Burger essen gehen im Grilled. Danach fuhr mich Noel pünktlich zum Flughafen. In den letzten Minuten fiel uns dann auch noch auf, dass wir einen Mini-Riss in unserer Frontscheibe hatten. Na super. Hatte sich die Versicherung für 400$ ja auch noch gelohnt. Schließlich hieß es Abschied nehmen und für mich ging es in das Paradies namens Bali.

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