Koh Tao, mein persönlicher Traum

Wie in meinem letzten Beitrag zu Koh Tao schon erwähnt, hatte ich vor noch einmal dort hinzureisen, um meinen Advanced Open Water Diver zu machen. Und siehe da, 2 Wochen später war es so weit, ich war wieder auf Koh Tao. Es fühlte sich etwas an wie nach Hause kommen, denn die Tauchschule und die Menschen waren mir schon so vertraut. Herzlich wurde ich empfangen, und um 17 Uhr ging es auch schon los mit der Kursorientierung. 5 Tauchgänge warteten nun auf mich: Naturalist, Tarierung in Perfektion, Nachttauchen, Tieftauchen und Navigation.

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Los geht die Leserei
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Nervennahrung muss auch sein. Burger mit Pommes für nur 100 Baht. (2,50€) Shake für 60 Baht (1,50€)

Kurze Zusammenfassung all dieser Tauchgänge: Es war der absolute Wahnsinn. Die Sicht unter Wasser hatte sich innerhalb von den 2 Wochen komplett verändert, das Wasser war jetzt so klar, dass es fast aussah, als würden die Fische in der Luft schweben. Mindestens 25 Meter weit konnte man ohne Probleme die ganze Unterwasserwelt betrachten (aber natürlich hatte ich genau da meine Kamera nicht dabei) und auch der Nachttauchgang, vor dem ich persönlich sehr viel Respekt hatte, hat sich als ein absolutes Toperlebnis herausgestellt. Den Sonnenuntergang auf dem Boot beobachten, Ausrüstung anlegen, Taschenlampe einschalten und ab in das tiefe schwarze Wasser. Außer den Lampen der verschiedenen Taucher hat man natürlich nicht viel gesehen. Besser gesagt eigentlich gar nichts. Drehte man sich einmal um, war vor einem einfach alles schwarz und das ist in ca. 20 Meter Tiefe unter Wasser ziemlich beängstigend. Gerade noch so konnte ich den ein oder anderen Felsen ausweichen, die sich auf einmal aus der Schwärze hervorgetan haben. Das Gefühl des Tauchens ist in diesen Momenten ein ganz anderes. Alle Sinne laufen auf Höchsttouren und man konzentriert sich auf jedes kleine Lebewesen viel intensiver. Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert und ich werde es wieder machen.

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Sonnenuntergang vor dem Nachttauchgang
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Sehr glücklich nach dem ersten Nachttauchgang. Der Tauchlehrer muss erstmal seine Frisur retten und Michael braucht erstmal eine Zigarette nach diesem aufregenden Erlebnis haha

Naturalist, Tarierung in Perfektion gab es natürlich auch noch. Wir lernten, in welche Gruppen Fische und Korallen zuzuordnen waren und machten am Meeresgrund einige Übungen mit verschiedenen Gewichten am Körper. Am nächsten Tag folgten Tieftauchen und Navigation. Das Wetter war wieder einmal ein Traum und die Sicht unter Wasser dementsprechend genauso. Noch nie hatte ich mich so frei und wohl unter Wasser gefühlt wie bei diesen 2 Tauchgängen. Ich schwamm mit einem riesigen Schwarm Barrakudas, entdeckte einen Bluepointed Stingray, stellte mich gefühlt 50 Mal auf den Kopf und ließ mich einfach vom Wasser davongleiten, einfach nur, weil es so lustig war. Die Sonnenstrahlen schimmerten in dem glasklaren Wasser und die Unterwasserwelt strahlte in ihren schönsten Farben. Sich auf dem Rücken treiben lassen, die 20 Meter weit entfernte, glitzernde Wasseroberfläche bestaunen und dem ein oder anderen Triggerfisch ausweichen, besser konnte ein Tag einfach nicht aussehen. Egal, um was man sich Gedanken machte, egal was für Probleme einen gerade belasten, wenn man ins Wasser steigt, ist alles vergessen. Die Ruhe, die Farben, die Lebewesen, einfach die Atmosphäre unter Wasser, lässt all das unwichtig werden. Advanced Open Water Diver wurde gemeistert und am nächsten Tag ging ich noch einmal Fundiven zu einem Schiffswrack. Die Sicht auf dieser Tiefe war nicht die Beste, aber es war der Wahnsinn ein Schiff zu bestaunen, das von der Unterwasserwelt komplett eingenommen wurde und für viele Lebewesen ein neues zu Hause geworden ist.

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Im Hintergrund leicht zu sehen das Schiffswrack

 

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Alles ein bisschen gruselig 
7
Irgendwo im Nirgendwo

Endlich hatte ich jetzt auch etwas Zeit, die Insel zu erkunden und gönnte mir seit langem mal wieder einen richtig faulen Strandtag. Einfach nur in den Sand legen, warten bis einem zu heiß wird, ins Wasser gehen und abkühlen, mit Sonnencreme einschmieren und wieder von vorne. Einfach in der Hoffnung mal endlich nach einem Monat Thailand braun zu werden. Komisch, man ist seit 4 Wochen in Asien und so richtig mal nur am Strand gelegen, wie man es von einem All inklusive Urlaub kennt, hat man nie. Man ist immer unterwegs, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern und mal einen Tag nichts machen fühlt sich schon fast verschwenderisch an. Jede Minute, jede Stunde, jeder Tag und jede Woche ist so unfassbar kostbar und man möchte alles davon nutzen.

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So wird man gerne begrüßt
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Grünes Curry für nur 90 Baht (ca.2,25€)

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Paradies

Nach ein paar Tagen hieß es für mich dann auch schon wieder Abschied nehmen, denn meine Zeit in Thailand war nun abgelaufen und es ging für mich weiter auf die Philippinen.

(Demnächst weiterlesen Banaue, Philippinen)

Kurzes aber klares Fazit:  Nach Koh Tao zurück zu kehren war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Wieder habe ich tolle neue Leute kennengelernt und einen wundervollen Aufenthalt gehabt. Koh Tao danke für alles, ich komme auf jeden Fall wieder!

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