Koh Phi Phi, Ballermann Nr. 2

10.02.2018-16.02.2018

21.00 Uhr am Pier von Koh Tao. Unsere Nachtfähre legte ab und wir begaben uns auf die Suche nach unseren Schlafplätzen. Wir hatten sie schnell gefunden, denn sie waren direkt im Eingang. Am Boden. Auf kleinen Matten. Man sagte uns zwar, dass nicht mehr viel Platz sei, aber im Eingang? Niederlassen konnten wir uns noch nicht, da schließlich erstmal alle Passagiere der Fähre über unsere Betten steigen mussten, um ihre Schlafplätze im richtigen Schlafsaal zu erreichen.

Naja wir redeten es uns als VIP Bereich schön. Es hatte irgendwie etwas von Camping mit guten Freunden, nur dass das Lagerfeuer in der Mitte fehlte. Über uns standen auch noch die Fenster offen, sodass wir bei jeder Welle etwas Wasser abbekamen, aber trotz allem waren wir uns einig, dass diese Nachtfahrt eine ganz besondere und vor allem lustige Nachtfahrt war.

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Alle ein bisschen am durchdrehen auf der Nachtfähre

Circa 8 Stunden später kamen wir in Surat Thani an, wir warteten auf unser Gepäck, fuhren ein kleines Stück weiter und warteten dort auf unseren Bus, der uns nach Krabi bringen würde. Auch diese sehr ungemütliche und lange Fahrt hatten wir schließlich überstanden und es hieß erneut einfach nur warten. 2 Stunden waren ungefähr vergangen und wir machten uns auf den Weg zur nächsten Fähre nach Koh Phi Phi.

 

 

 

 

Schifffahrt (13 von 34)
Norman & Ich
Schifffahrt (16 von 34)
Beste Truppe überhaupt
Schifffahrt (23 von 34)
Marcel & Mark

Etwas später waren wir angekommen im Paradies. Weiße Strände, türkises, klares Wasser, 30 Grad und trotzdem blieb ein kleines Problem. Über 25kg Gepäck auf meinem Rücken und keine Unterkunft. Wir machten uns auf die Suche nach einem relativ günstigen Hostel, wurden jedoch immer weitergeschickt, da schon alles ausgebucht war. Irgendwann war meine Grenze erreicht und ich befürchtete nur noch samt meinen Rucksäcken umzukippen. Meine Schultern schmerzten, die Hitze war fast unerträglich und die Hoffnung auf ein relativ gutes Hostel schwand immer mehr. Gott sei Dank hatten sich die Strapazen aber gelohnt, denn am Ende fanden wir eine Unterkunft (Slinky Hostel) direkt am Strand für 400 Baht (10€) die Nacht. Zwar etwas teurer für den normalen Backpackerstandard, aber besser als gar nichts.

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Der Strand direkt vor unserem Slinky Hostel

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Relaxen im weißen Sand, gutem Essen und Partys. Sehr zu empfehlen sind hierbei die Live-Band Bars und die Rooftop Bar. Erstmal ein Bucket! (Siehe linkes Bild) Das war hier unser Motto und wenn es mal etwas ruhiger beginnen sollte, dann erstmal ein Chang. Buckets mit Whiskey z.B. gibt es manchmal schon für 150-200 Baht (ca. 5€).

 

 

 

Auch Poolpartys gibt es auf Phi Phi, z.B. im Ibiza House nur wenige Meter von der Slinky Beach Bar entfernt.

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Der Typ neben uns kippte übrigens gerade Eimerweise pures Chlor in den Pool
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Werfen wir eine Limette nach Laura, das ist lustig. Nur blöd wenn sie direkt mein Auge trifft haha.

Es ist gut machbar, die ganze Insel innerhalb eines Tages zu Fuß zu erkunden. Einen Roller auszuleihen wäre hier wirklich sinnlos, denn die Straßen sind so überfüllt, dass es schon ohne Roller schwer genug ist, sich einen Weg durch die Menschenmassen zu bahnen. Und außerdem: Richtige Straßen gibt es hier gar nicht, nur kleine Gassen.

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Mit einem Roller würde es hier nur tausend Tote geben

Also wanderten wir quer über die ganze Insel, mitten durch den Wald, bis hin zum berühmten Long Beach und zu einem weiteren großen verlassenen Strand. Mein persönlicher Favorit. Irgendwo im nirgendwo, keine Menschen, nur das Rauschen der Wellen und die Geräusche der Natur. Hier ein paar Stunden mit Menschen verbringen, die man gern hat. Besser geht’s nicht.

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Kleine Fahrt mit dem Taxiboot zum Long Beach. (Wir wollten beim zweiten Mal nicht nochmal laufen haha)
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Long Beach Photo by:  Andreas dem neuen Hobbyfotografen
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Koh Phi Phi meinte es jedoch nicht immer gut mit uns. Norman wurde sein Handy geklaut, Marcel wurde so krank, dass er sogar einen Tag im Krankenhaus verbringen musste und ich hatte gefühlt alle 5 Minuten eine andere kleine Verletzung. Mein großer Zeh verheilte gar nicht mehr. All das hatten wir aber gut durchgestanden und am letzten Tag gab es nochmal ein Highlight. Ich, Mark und Marcel gingen tauchen. 20 Meter weit klare Sicht, 18 Meter Tiefe und die ersten Schildkröten. Es war unglaublich. Ein schöneres Ende hätte es für den gemeinsamen Aufenthalt mit den Jungs kaum geben können, aber leider müssten wir uns danach alle verabschieden. Sie gingen zurück nach Deutschland und mein nächstes Ziel war Phuket.

Weiterlesen Phuket

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Meine erste Schildkröte !
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Was ist das bitte für ein krüppeliges Okay Zeichen haha
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Wieso habe ich immer die Augen zu haha?
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Schön beschäftigt mit dem Druckausgleich

Mein Fazit zu Koh Phi Phi: Wenn man Party machen möchte ist eine Unterkunft am Strand sehr zu empfehlen. Die Musik wird um 20.00 Uhr voll aufgedreht, es gibt Feuershows, Poolpartys und eine Bar nach der anderen. Es gibt auch Unterkünfte eher abseits, aber wirklich seine Ruhe hat man nirgends. Zumindest dann nicht, wenn man als Backpacker nicht unbedingt in überteuerte Hotelanlagen gehen möchte. Meiner Meinung nach sind zu viele Menschen auf einer solch kleinen Insel zusammengequetscht aber ich kann verstehen, warum so viele Menschen nach Koh Phi Phi reisen. Die riesigen Felsen und die Strände sind ein absoluter Traum. An jeder Ecke gibt es gutes Essen, auch Pizza ist hier kein Fremdwort. Für junge Menschen, die an einem Partyurlaub wie am Ballermann interessiert sind ist es ein perfektes Urlaubsziel.

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1 Kommentar zu „Koh Phi Phi, Ballermann Nr. 2

  1. Dieter Paetzold März 21, 2018 — 7:59 am

    Liebe Laura, das ist wunderbar anschaulich beschrieben. Beim Lesen glaubt man, dabei zu sein. Alles Gute für deine weiteren Reisen und noch viele Beiträge von dir
    wünscht
    Dein Opa aus Trier

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