Koh Phangan, nur Full-Moon Party?

Von allen Seiten kamen unzählige Menschen angereist. Vorfreude, gute Laune und Partystimmung lagen in der Luft. Endlich würde das Event, warum viele überhaupt nach Koh Phangan kommen, beginnen. Musik dröhnte aus allen kleinen Ständen die Straße entlang und der Strand füllte sich immer weiter. Zusammen mit meiner neuen Freundin Sophia, die ich im Hostel kennengelernt hatte, schlenderte ich durch die Menschenmassen. Wir beobachteten die Feuerspiele, lachten und redeten mit vielen anderen Backpackern und tanzten bis in die Morgenstunden.

 

01.02.2018

Nachdem wir uns am darauffolgenden Tag ziemlich hektisch verabschieden mussten, machte ich mich auf die Suche nach einem Taxi, das mich hoffentlich zu meiner nächsten Unterkunft bringen würde. Mein nächster Stopp war: White Rabbit Hostel in Ban Tai. Für nur 4€ die Nacht würde ich hier meine nächsten Tage verbringen. Als ich schließlich den Strand direkt gegenüber von meinem Hostel entdeckte, traute ich meinen Augen kaum. Ich war angekommen im Paradies. Türkises Meer, weißer Sand, Hängematten, Kokosnüsse, Palmen. Es war mein Paradies. Und nun, zumindest für diesen Moment, war es mein Leben. Das Grinsen ging mir nicht mehr aus dem Gesicht. Ich schaukelte in der Hängematte, lauschte dem Brechen der Wellen, kuschelte mit Hunden und schwamm im warmen Meer.

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Koh Phangan (2 von 2)

Auf einmal war Schluss mit all der idyllischen Atmosphäre und die Goa-Musik setzte ein. Direkt neben mir hatte die Afterfullmoon-Party begonnen. Ich beschloss etwas zu Abend zu essen und danach auf die Party zurückzukehren um zu schauen, wie sie sich entwickelt hatte. Inzwischen hatten viele Menschen den Weg dorthin gefunden und tanzten zur Musik, als ob es kein Morgen gäbe. Neon Farben, Schwarzlicht, laute Musik und Feuerspiele. Man war wie gefangen in dieser kleinen Welt und alles andere wurde vergessen. Genauso also, wie es auf Reisen sein sollte.

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Jede Menge Schwarzlicht auf der After-Full-Moon Party

02.02.2018

Mein zweiter Tag in Bad Thai begann mit dem Ausleihen eines Rollers. Aller Anfang ist schwer, sagt man ja immer. Ich jedoch habe mich schon ziemlich dämlich angestellt. Mit 30 km/h tuckerte ich am Straßenrand entlang, baute fast zweimal einen Unfall und verlor nach 20 Minuten Fahrt komplett die Orientierung. Ohne Internet, also auch ohne Navi und ohne die auf den Schildern beschriebenen Orte schon jemals gehört zu haben, fuhr ich weiter. Auf einmal entdeckte ich ein Schild mit der Aufschrift Phaeng Waterfall in 2km. Eine Wanderung dorthin war eigentlich mein Plan für den darauffolgenden Tag, aber wenn ich schon mal dort war. Nachdem ich meinen Roller erfolgreich geparkt hatte, (Ja davor wäre er mir fast weggefahren. Wie ich das geschafft habe? Keine Ahnung.) ging es auch schon los durch die tropische Hitze. Leider hatte ich auf meiner spontanen Wanderung keinen Bikini dabei und konnte somit nicht in den kleinen Gumpen schwimmen gehen aber allein der Anblick der vielen kleinen Wasserfälle war wundervoll. Ich habe sogar meinen ersten Affen in Thailand gesehen.

Koh Phangan (2 von 7)Koh Phangan (3 von 7)Koh Phangan (4 von 7)Koh Phangan (5 von 7)

Auf dem Rückweg zu meiner Unterkunft habe ich wohl einen der ruhigsten Orte auf ganz Koh Phangan gefunden. Viele kleine wunderschöne Tempel und mein persönliches Highlight: ein kleiner Welpe. Er hat sofort mein Herz gestohlen. Gerade einmal ein paar Zentimeter hoch, glänzendes schwarzes Fell und eine Lebensfreude, so wie ich es manchen Menschen wünschen würde.

Koh Phangan (6 von 7)
Eine unvorstellbare Ruhe erfüllte diesen Ort
Koh Phangan (7 von 7)
Was aussieht wie ein Hilfeschrei, war tatsächlich nur ein Gähnen

In den späten Abendstunden besuchte ich dann noch den Phantip Night Market. Hühnchen, Krabbe, Schwein etc. für 10 Baht, Crepes für 40 Baht, undefinierbare Dinge für 20 Baht. Ich war im Himmel. So viel Essen, gesunde Snacks, süße Nachspeisen, Obst und Gemüse, egal wo man hinsah. Ich habe versucht so viel wie möglich zu probieren, irgendwann ging nichts mehr und ich fuhr mit kugelrundem Bauch und einem zufriedenen Lächeln im Gesicht zurück ins White Rabbit Hostel.

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Frittiertes Krebsfleisch für 10 Baht (25cent)
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Eine Art durchsichtige Frühlingsrolle
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Jede Menge Grünzeug für 50 Baht
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Frisch gemachtes Eis

Mein letzter Tag auf Koh Phangan war gekommen. Jetzt hieß es nur noch warten. Warten auf meine Fähre zu meinem nächsten Ziel. Die Insel Koh Tao. Zu meiner Erleichterung wurde die fast unerträgliche Hitze durch ein paar Regentropfen durchbrochen und alle anderen Passagiere flüchteten sofort unter die Dächer und brachten ihr Gepäck in Sicherheit. Kopfschüttelnd dachte ich mir nur: Als wären sie alle aus Zucker. Ein junger Mann neben mir ließ sich jedoch nicht beirren, hörte weiter seine Musik und tanzte, als ob er alleine wäre. Eine Art Sonnentanz? Knapp 2 Stunden Fahrt lagen nun vor mir und alles, was mich umgab, war türkises Meer, wunderschöne Inseln und das laute Dröhnen des Motors. Langsam wurden am Horizont auch ein paar Umrisse erkennbar, bald würde ich ankommen, auf der Trauminsel für Taucher: Koh Tao.

Weiterlesen Koh Tao

Mein Fazit für Koh Phangan: Für viele junge Menschen ist die Full Moon Party ein Punkt auf der ToDo-Liste des Lebens, und viele kommen auch nur hierfür auf die wundervolle Insel. Doch Koh Phangan hat so viel mehr zu bieten. Wunderschöne Strände, tolle Wanderwege, einige Wasserfälle und wahnsinnig gutes Essen. Auch kann man hier sehr preiswert leben. Ich hatte zum Beispiel, wie bereits erwähnt, ein Hostel für 4€ die Nacht, was für mich bis jetzt das beste Hostel von allen war und man konnte für unter 100Baht (Also unter 2,50€) Essen gehen. Koh Phangan sollte also für jeden eine Überlegung wert sein und nicht nur als Full-Moon-Party Insel abgestempelt werden.

6 Kommentare zu „Koh Phangan, nur Full-Moon Party?

  1. 😻😻😻

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  2. Liebe Laura…wir wünschen dir noch viele so schöne Erlebnisse und komm gesund zurück…Simmerl und Doreen……Ps; wir finden deinen Blog richtig gut…weiter so

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    1. Ich freue mich grad sosehr darüber, von euch zu hören. Vielen vielen Dank für die lieben Worte und ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder. Vielleicht können wir uns ja mal zum Essen treffen wenn ich wieder da bin. Ich vermisse euch. Danke :*

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  3. Nicole Paetzold März 12, 2018 — 5:05 pm

    Meine liebe Laura ! Es ist wunderschön, Dir, durch Deine leibhaftigen Geschichten, näher sein zu können. *Danke, dass Du uns teilhaben lässt 🙂 😗😊 Ich bin sehr beeindruckt (& stolz auf Dich 🤗)❣ …und unheimlich gespannt auf die Fortsetzungen !

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    1. Danke Danke Danke ❤️❤️❤️😊

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  4. Dieter Paetzold März 13, 2018 — 3:33 pm

    Oh Laura, wunderbar.
    Du solltest Reisejournalistin werden.
    TUI und co. Würden sich um dich reißen

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